Montag, 23. November 2009

Unterwegs im Lonetal

Bei dem sagenhaften Wetter der letzten Zeit waren wir mehrfach im Lonetal, das ungefähr 20 km entfernt von unserem Wohnort liegt, unterwegs.
Bezeichnet wird dieses Lonetal als die "Wiege der menschlichen Kultur". Denn bei Ausgrabungen in eben diesem Tal wurden einige der ältesten Zeugnisse menschlicher Kultur entdeckt, so z. B. in der Vogelherdhöhle. Dort fand man Schnitzereien aus Mammutelfenbein, deren Alter auf über 30.000 Jahre geschätzt wird.
Die erdhistorische Relevanz dieses Tales, das vor mehr als 150 Mio. Jahren im Jura begann, ist überaus spannend. Zu jener Zeit sollen riesige Ichtyosaurier im Urmeer der schwäbischen Alb gelebt haben.
Hohlenstein-Stadel
Hier wurde der Löwenmensch gefunden, dies ist eine Mensch-Tier-Figur, die vor 32.000 Jahren im Hohlenstein-Stadel von unseren Vorfahren kunstvoll geschnitzt wurde. Es ist ein einmaliges Zeitzeugnis.
Leider waren die Fotos von der gleich daneben liegenden Bärenhöhle, die sehr viel größer ist, nicht vorzeigbar.
Wenn man hier so am Waldrand entlang läuft, dann kann man sich gut vorstellen, dass hier einmal Mammut, Wollnashorn, Höhlenlöwe und Riesenhirsch gelebt haben. Schaurig schön!
Ganz nebenbei haben wir noch eine ganze Kolonie von Pilzen entdeckt. Als totaler Pilzlaie weiß ich nicht, um welche Sorte es sich handelt, aber ich stelle mir vor, dass man sie nicht verspeisen kann. Aber sie hatten einen Durchmesser von bis zu ca. 13, 14 cm und sahen im Sonnenlicht sehr schön aus.
Dies ist nur ein kleiner Teil des Lonetales. Wir haben uns vorgenommen, dies nach und nach zu durchwandern.
Wirklich spannend kann eine solche Wanderung auch mit interessierten und aufgeweckten Kindern sein (ich habe mehrere beobachtet, die total begeistert und interessiert waren). Sehr viel spannender, als der Besuch eines Erlebnisparks.

Freitag, 20. November 2009

Idee für Weihnachtsgeschenk

Im vergangenen Jahr hatte ich meiner Schwägerin einen Kalender herstellen lassen, ausschließlich von meinen Fotos. Ihr hat das sehr gefallen, und der erste Gang der Enkelkinder, die sie besuchen, ist immer zum Kalender, um zu nachzusehen, was auf dem Kalender ist.
Eigentlich dachte ich, dass sie in diesem Jahr nicht schon wieder einen Kalender würde haben wollen. Doch sie hat mich darum gebeten, ihr wieder einen zu machen.
Das lasse ich nun schon im zweiten Jahr vom Schnappschussverlag erledigen, der mit Klick-Bilder-Box arbeitet. Werbung mache ich ja grundsätzlich keine hier, aber mit der Arbeit und auch dem Preis war ich bei beiden immer sehr zufrieden.
Es ist relativ einfach, man kann aus diversen Formaten auswählen, die Bilder werden natürlich online geschickt und wenige Tage später hat man einen überaus gut hergestellten und verpackten Kalender vorliegen.
Hier nun ein Einblick in den Kalender, es fehlen wenige Blätter, darauf sind Fotos von mir und meinem Mann, den Anblick wollte ich euch doch ersparen. *ggg*
Das ist übrigens die weltbeste Pizza, hergestellt von meiner Schwägerin, im Holzbackofen.

Dienstag, 17. November 2009

Ein Gartenstöckchen

Bild hinzufügenDie liebe April hat mich mit einem Stöckchen beworfen, wobei ich unbedingt erwähnen muss, dass sie es in sanftem Bogen getan hat. Und weil sie meinte, dass nun auch nicht unbedingt alles bebildert sein muss, guck ich mal, was ich machen kann. Denn es ist schwer im beginnenden Winter eigene Fotos von Blühern aufzutreiben.
Genau wie April habe auch ich jetzt erst richtig Zeit den Garten zu entdecken und auch zu bearbeiten. Im vergangenen Frühjahr und Sommer hatte ich jedenfalls folgende
Lieblings-
- Frühlingszwiebelblüher: Die niedliche Traubenhyazinthe, die eine mehrjährige Zwiebelpflanze ist. Das kann man wohl sagen, bei uns blüht sie schon Ewigkeiten im Garten, überall, sogar aus Mauerritzen kommt sie heraus. Ich mag ihre schöne violette Farbe.
Dann mag ich auch alle Tulpen. Am liebsten die ganz normalen, ohne Zacken etc.
- Prachtstaude: In unserem Garten gibt es mehrere Pfingstrosen, die noch mein Vater, der schon 1981 verstorben ist, gepflanzt hat. Sie sind über 40 Jahre alt, und wie wir finden, werden sie mit jedem Jahr noch schöner und duften noch intensiver.
- Bodendecker: Die Bodendecker-Rose, die wir letztes Jahr vor unserer Veranda gepflanzt haben und die so fleissig bis in den Spätherbst geblüht hat. Sie geht eigentlich etwas mehr in die Höhe als in die Breite, hat aber dichten Wuchs. Die Blüten sind einfach bis halbgefüllt und öffnen sich schalenförmig. Zudem zeichnet sie sich durch große Robustheit aus, denn ihr Platz ist keineswegs windgeschützt. Ich nehme an, dass es "Rosy Cushion" ist.
- Blütenstrauch:
Mehrere Sträuche der Hortensien sind im Garten verteilt, und jeder blüht für sich äußerst fleissig. Rosa und weiß. Durstig sind sie immer, aber das weiß man ja bei Hortensien. Und auch im Herbst zeigen sie sich schön.
- Rose: Da sind eindeutige Favoriten die englischen Rosen, die direkt vor meinem Bürofenster wachsen und selbst jetzt blüht noch eine Austin.
- Kletterpflanze: Eindeutig - der Efeu. Er rankt so schön alles zu. Weil er aber an der Hauswand zu lästig ist, hat man mir verboten, ihn dort noch einmal anzusiedeln. Nun habe ich ihn an den Zaun beim Nachbarn gepflanzt, mit dem Erfolg, dass er mir nun in die Beete rankt. Ich werde ihn im Frühjahr dort entfernen müssen, obwohl ich ihn so schön finde.
- Baum: Das ist für mich die Eberesche, die sich ganz von selbst vor meinem Wohnzimmerfenster angesiedelt hat und ein wahrer Vogeltummelplatz geworden ist.
- Immergrüne: Da fällt mir jetzt nix ein. Außer dem Efeu, der ist ja auch immergrün.
- Einjährige: Das Schmuckkörbchen, das sich einmal ausgepflanzt, seit Jahren immer wieder ganz von selber zeigt und wahre Sträucher entwickelt.
- Kübelpflanze: Das ist bei mir eine Strelizie, die mein Kind ist, denn ich habe sie selber aus einem Samenkorn gezogen. Sie zickt immer wieder herum, will nur alle paar Jahre blühen. Da sende ich dann schlimme Schimpfworte in ihre Richtung, z. B. Kompost, dann blüht sie wieder. Sie ist ein ganzes Stück größer als ich, verbringt Frühjahr und Sommer grundsätzlich unter dem Carport, denn dort ist sie vor der Sonne geschützt.
Nun muss ich das Stöckchen weitergeben, ich würde es gerne an bubu geben, aber sie ist ganz neu, hat wenig Zeit und muss sich erst noch mit den Riten von Blogger vertraut machen. So versuche ich es mal mit Charlotte - Gartentraum, mit Monika - Hügeltraum und mit Pusteblume. Bitte, ich bin nicht beleidigt, wenn ihr keine Zeit habt. Aber, es ging jetzt auch hier schneller, als ich dachte. Ich habe ganz einfach den Beitrag von April ausgedruckt und meine Pflanzen eingefügt. So ging das viel flotter.
Aber, es ist auch jeder andere, der Lust dazu hat, eingeladen, einen kleinen Bericht abzufassen. Nur, es wäre nett, würdet ihr mir hier eine kurze Nachricht hinterlassen. Ich mag schließlich genau wie alle anderen, schauen, was ihr geschrieben habt.

Montag, 16. November 2009

Dokumentarfilm Young@Heart

Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate habe ich mir diesen Dokumentarfilm angesehen, der wirklich keine Sekunde langweilig ist. Letzten Donnerstag wurde er im WDR, natürlich spätnachts, gezeigt. Ausgezeichnet wurde dieser Film mit dem Filmpreis von Los Angeles. Hier findet ihr die homepage des Chores. Und weiter unten zwei Auftritte von Fred Knittle.
Stephen Walker und Sally George berichten in ihrem Film über den Chor Young@Heart. Der Chor ist immer wieder mit seiner fetzigen Musik, auch in Europa unterwegs. Besonders beeindruckend fand ich den Auftritt in einem Gefängnis, und auch den Auftritt von Fred Knittle, der mittlerweile verstorben ist.
Wer sich den Trailer anschaut, sollte nicht erschrecken, sondern einfach weiterschauen, die Dame, die da singt, ist 93 Jahre alt.

Donnerstag, 12. November 2009

Vendicari - Natur pur

Vendicari liegt nur wenige Kilometer von der wunderschönen Barockstadt Noto entfernt. Es ist ein Kleinod. Und wird zum Glück, zumindest im Oktober, nur mäßig besucht! Einfach keine Parkplätze direkt am Strand, was für ein Pech, auch ist das Reservat natürlich abgesperrt! Erfahren hatten wir von Vendicari schon vor Jahren von unserem Sohn, dem solche Plätze überall auf der Erde bekannt sind.
In der Folge seht ihr Aufnahmen, die sich an diesem Strand einfach so ergeben.
Ursprünglich war hier eine Raffinierie geplant, hässliches Beispiel dafür - Gela. Nach erfolgreichen Protesten der Umweltschützer, nahm man diesen Plan zurück und träumte von einer großen Feriensiedlung. Die Umweltschützer riefen internationale Organisationen zu Hilfe, und Vendicari wurde zum großen Glück der Insel (es ist das größte Feuchtgebiet der Insel und hat viele Dünenseen) zuerst zum Naturschutzgebiet und anschließend zum Reservat erklärt. Dafür kann man den Umweltschützern sehr dankbar sein. Schließlich und endlich ist dieses Gebiet auch der wichtigste Rastplatz für die Zugvögel auf ihrer Reise nach Afrika.
Für mich ist Vendicari das beste Beispiel, dass die Arbeit der Umweltschützer unglaublich wichtig ist. Wir brauchen nicht noch mehr schreckliche Feriensiedlungen, nirgends.
Hier mündet der Fluss Tellaro. Dahinter ist Platz für viele Vogelarten, u. a. rosa Flamingos, Tölpel, Pelikane, Kraniche, Störche. Außerdem gibt es Sumpfschildkröten, Füchse, Kaninchen, Stachelschweine. Wir haben uns mit dem Strand begnügt, denn man muss nicht überall hintrampeln.

Montag, 9. November 2009

Bad Urach und der Wasserfall

Ganz schnell noch, bevor der Blätterrausch endgültig vorbei sein würde, fuhren wir am letzten Samstag nach Bad Urach. Dort, am Uracher Wasserfall ist es besonders im Herbst sehr schön und eine Wanderung entlang des Baches in der frischen Luft des Naturschutzgebietes erholsam.
Diese Pflanzen waren immer wieder entlang des Baches zu sehen. Ich nehme an, dass es sich um Farne handelt, aber vielleicht wisst ihr mehr darüber.
Ganz schön wild! Und entlang des Baches immer wieder Eltern und Kinder, die Kinder waren begeistert vom Bach.
Eine Woche zuvor wäre das noch viel schöner gewesen, da waren wir jedoch bei der Geburtstagsfeier eines ganz kleinen Mannes.
Der Uracher Wasserfall
Am Nachmittag dann fuhren wir in die Innenstadt von Bad Urach. Dort gibt es viele Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu sehen. Leider war der Himmel etwas düster.
Aufgefallen sind mir jede Menge Wirtshaus- und Geschäftsschilder im alten Stil, die ich hier in einer Collage zum Teil zusammengefasst habe.
Am Sonntagmorgen waren wir im tiefen, nahen Wald. Er liegt unmittelbar neben Legoland und man kann das Sausen des Bähnchens zeitweise im Wald hören. Wir sammelten, nach alter bajuwarischer Tradition *g* Moos für die Weihnachtskrippe. Denn Weihnachten ist nicht weit und das Moos muss gut getrocknet sein.
Den Rest des Tages verbrachten wir wie oben und unten dargestellt.

Donnerstag, 5. November 2009

Für den Winter bestellt

werden muss dieser Tage der Garten. Jedes Pflänzchen, das sich zeigt, verabschiedet sich nun für eine längere Zeit. Trotzdem empfinde ich gerade den Herbstgarten als sehr schön.
Kater W. schaut auf sein Reich und ist ziemlich froh, dass er direkt über der Heizung liegen kann.
Überall im Garten stehen die Hortensien, die ich erst im Frühjahr zurückschneiden werde.
Diese Malvenblüte hat sich als einzige an der großen Pflanze noch einmal gezeigt.
Schon länger zu Gast am Katzenimbißstand - Frühjahrskätzchen vom nahen Bauernhof, das eine wunderbare Herbstfarbe hat.
Das Laub fällt nun in großen Mengen, ich reche es einfach vom Rasen und von den Wegen und habe einen großen Laubhaufen im hinteren Garten angelegt, um dort Kleintieren und Igeln einen Unterschlupf zu bieten. Und allabendlich findet sich auch wie jedes Jahr ein Igel ein, um am Tellerchen des Katers zu naschen. Was heißt hier naschen, er putzt radikal den Teller leer und stellt sich dazu auch in denselben. Aber so wird er sicher genügend Gewicht zulegen, um gut über den Winter zu kommen.
Der Endiviensalat, immerhin noch ca. 20 Köpfe, wurde abgeerntet, da sich wiederum Frost angesagt hat, und so wie ich es gelesen habe, großzügig geputzt und in Zeitungspapier eingeschlagen. Danach in der kalten Garage gelagert.
Petersilie ist abgeerntet, sie friere ich für den Winter ein. Der Lauch kann eingeschlagen im Beet verbleiben, Meerrettich wird ausgegraben und in Sand eingeschlagen, ebenso der Sellerie.
Mit Dekorationen in den großen Kübeln bin ich eher sparsam, ich setze nur Akzente.
Aber ein Spruch ist mir noch aufgefallen dieser Tage:
"Die Alten sind die Wärmespeicher in unserer kalten Welt. Den Jungen geht noch zu oft der Ofen aus." (Kurt Haberstich)
Weil ich nicht sicher war, wer dieser Kurt Haberstich ist, habe ich ihn mal gegoogelt und denke, dass dieser Spruch schon passt. Wobei ich jetzt selber nicht unbedingt hundertprozentig seiner Meinung bin.