Montag, 9. November 2009

Bad Urach und der Wasserfall

Ganz schnell noch, bevor der Blätterrausch endgültig vorbei sein würde, fuhren wir am letzten Samstag nach Bad Urach. Dort, am Uracher Wasserfall ist es besonders im Herbst sehr schön und eine Wanderung entlang des Baches in der frischen Luft des Naturschutzgebietes erholsam.
Diese Pflanzen waren immer wieder entlang des Baches zu sehen. Ich nehme an, dass es sich um Farne handelt, aber vielleicht wisst ihr mehr darüber.
Ganz schön wild! Und entlang des Baches immer wieder Eltern und Kinder, die Kinder waren begeistert vom Bach.
Eine Woche zuvor wäre das noch viel schöner gewesen, da waren wir jedoch bei der Geburtstagsfeier eines ganz kleinen Mannes.
Der Uracher Wasserfall
Am Nachmittag dann fuhren wir in die Innenstadt von Bad Urach. Dort gibt es viele Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu sehen. Leider war der Himmel etwas düster.
Aufgefallen sind mir jede Menge Wirtshaus- und Geschäftsschilder im alten Stil, die ich hier in einer Collage zum Teil zusammengefasst habe.
Am Sonntagmorgen waren wir im tiefen, nahen Wald. Er liegt unmittelbar neben Legoland und man kann das Sausen des Bähnchens zeitweise im Wald hören. Wir sammelten, nach alter bajuwarischer Tradition *g* Moos für die Weihnachtskrippe. Denn Weihnachten ist nicht weit und das Moos muss gut getrocknet sein.
Den Rest des Tages verbrachten wir wie oben und unten dargestellt.

Donnerstag, 5. November 2009

Für den Winter bestellt

werden muss dieser Tage der Garten. Jedes Pflänzchen, das sich zeigt, verabschiedet sich nun für eine längere Zeit. Trotzdem empfinde ich gerade den Herbstgarten als sehr schön.
Kater W. schaut auf sein Reich und ist ziemlich froh, dass er direkt über der Heizung liegen kann.
Überall im Garten stehen die Hortensien, die ich erst im Frühjahr zurückschneiden werde.
Diese Malvenblüte hat sich als einzige an der großen Pflanze noch einmal gezeigt.
Schon länger zu Gast am Katzenimbißstand - Frühjahrskätzchen vom nahen Bauernhof, das eine wunderbare Herbstfarbe hat.
Das Laub fällt nun in großen Mengen, ich reche es einfach vom Rasen und von den Wegen und habe einen großen Laubhaufen im hinteren Garten angelegt, um dort Kleintieren und Igeln einen Unterschlupf zu bieten. Und allabendlich findet sich auch wie jedes Jahr ein Igel ein, um am Tellerchen des Katers zu naschen. Was heißt hier naschen, er putzt radikal den Teller leer und stellt sich dazu auch in denselben. Aber so wird er sicher genügend Gewicht zulegen, um gut über den Winter zu kommen.
Der Endiviensalat, immerhin noch ca. 20 Köpfe, wurde abgeerntet, da sich wiederum Frost angesagt hat, und so wie ich es gelesen habe, großzügig geputzt und in Zeitungspapier eingeschlagen. Danach in der kalten Garage gelagert.
Petersilie ist abgeerntet, sie friere ich für den Winter ein. Der Lauch kann eingeschlagen im Beet verbleiben, Meerrettich wird ausgegraben und in Sand eingeschlagen, ebenso der Sellerie.
Mit Dekorationen in den großen Kübeln bin ich eher sparsam, ich setze nur Akzente.
Aber ein Spruch ist mir noch aufgefallen dieser Tage:
"Die Alten sind die Wärmespeicher in unserer kalten Welt. Den Jungen geht noch zu oft der Ofen aus." (Kurt Haberstich)
Weil ich nicht sicher war, wer dieser Kurt Haberstich ist, habe ich ihn mal gegoogelt und denke, dass dieser Spruch schon passt. Wobei ich jetzt selber nicht unbedingt hundertprozentig seiner Meinung bin.

Montag, 2. November 2009

Blauer geht's nicht

Gestern hätte es ja regnen sollen. Zum Glück hat sich das auf heute verschoben und so konnten wir einen Ausflug in die Umgebung machen. Ziel war: Der Blautopf.
Der Blautopf ist eine Karstquelle, deren intensive blaue Farbe durch die Streuungseigenschaften des kalkgesättigten Quellwassers entsteht, der Quelltopf hat eine Tiefe von 21 m. Wer sich interessiert, der folge dem Link. Und wir kamen gerade rechtzeitig an, um das schönste Blau einzufangen.
Aber - um den Blautopf ranken sich mystische Sagen und der Dichter Eduard Mörike befasste sich mit der "Historie der schönen Lau", das ist die Wasserfrau, die dort hausen soll.
Dieses Foto wird immer wieder gerne aufgenommen!
Es ist tatsächlich so tief blau!
Aber auch sonst zeigte sich die Natur gestern von ihrer allerschönsten Seite!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Oktoberblüten- und pflanzen im Süden

Bis vor wenigen Jahren schien mir Innersizilien überaus pflanzenarm. Die Hänge zeigten sich äußerst spärlich bewachsen, Bäume waren sehr wenig auszumachen und selbst in den Gärten war es nach dem heißen Sommer vorwiegend gelb und versengt.
Seitdem es auch hier ziemlich häufig und stark regnet und man daran gegangen ist, aufzuforsten und auch in privatem Bereich Interesse an Zierpflanzen zeigt, finden wir seit einigen Jahren selbst im Spätherbst viel Blühendes und Grünes vor.
Pinienwald direkt am Tempel in Segesta
Bodendeckende Palmen in Segesta
Obige und nachfolgende Pflanzen und Blumen finden sich nur im Hausgarten beim Landhaus meiner Schwägerin, wobei ich nun nicht immer weiß, um welche Pflanze es sich handelt.
Basilikum in großen Kübeln hinter der Küche (10-Liter-Eimer)
Die Frühstücksfeigen
Sizilianische Zucchini - mit Abstand die längsten Zucchini, die ich je gesehen habe, ca. 1 m
Um einiges größer, als meine eigenen Paprika
Pepperoni in Vielfalt und Schärfe
Herbstlicher Garten
Dies ist ein Teil der Rosmarinhecke, die die ganze Auffahrt säumt.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Die Sache mit den Maultaschen

In den letzten Tagen ging es durch die Presse - das Urteil. Eine Altenpflegerin hatte 6 Maultaschen mitgenommen, um sie zu verzehren. Das Verbot des Arbeitgebers, übrig gebliebenes Essen zu verzehren oder mitzunehmen, war ihr bekannt.
Die Dame war schon seit vielen Jahren an ihrem Arbeitsplatz tätig und trotzdem erhielt sie die fristlose Kündigung, die nun auch vor dem Arbeitsgericht für rechtens erklärt wurde.
Nun hätte es hier u. U. auch genügt eine Abmahnung auszusprechen. Trotzdem muss man sich bewusst sein, dass es sich um Diebstahl handelt.
Da denke ich mir, dass das Problem ist, dass viele Leute einfach kein Unrechtbewusstsein mehr haben. Wenn ich meinem Arbeitgeber etwas entwende, dann handelt es sich ganz klar um Diebstahl, ob es nun ein Bleistift ist, oder aber eben Maultaschen.
Aber, man könnte das auch weiter ausbauen. Wie viele Arbeitnehmer telefonieren von ihrem Arbeitsplatz aus, als würde sie der Arbeitgeber für privates Telefonieren bezahlen?! Fragt man, dann bekommt man zu hören: "Das ist eine Selbstverständlichkeit, das darf man. " Duldet es der Arbeitgeber, dann ist es seine Sache. Den Kollegen gegenüber finde ich das auch nicht gerade fair, denn diese müssen während der privaten Telefongespräche schließlich arbeiten.
Musste ich mal telefonieren, dann habe ich erstens gefragt und zweitens mein Gespräch bezahlt. Mitgenommen habe ich auch nie irgend etwas. Das wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen.
Überhaupt nicht gefällt mir allerdings, dass in unserer Gesellschaft Lebensmittel eher entsorgt werden müssen, als sie dem Arbeitnehmer z. B. für eine geringe Gebühr zu überlassen, oder aber sie eventuell an Bedürftige weiterzugeben.

Montag, 26. Oktober 2009

Kluge Leute - die Iren

Ich wünsche dir, dass du liebst, als hätte dich noch nie jemand verletzt, dass du tanzt, als würde keiner hinschauen, dass du singst, als würde keiner zuhören, dass du lebst, als wäre das Paradies hier auf Erden.
(Spruch aus Irland)
Kürzlich in der Tageszeitung gelesen und für nachahmenswert befunden.
Vielleicht sollten wir das alle mal ausprobieren!

Samstag, 24. Oktober 2009

Wegwerfgesellschaft

oder Glück gehabt. Die folgenden sechs Kätzchen, einmal Mutter mit 2 Kleinen, sowie drei Kleine ohne Mutter haben Glück gehabt, denn sie landeten bei meiner Schwägerin auf deren Bauernhof auf Sizilien. Dort haben sie regelmäßiges Futter, einen warmen Stall und auch Zuwendung.
Die Einstellung zu Tieren hat sich auf der Insel ziemlich gebessert, jedoch hat man auch dort, wie bei uns eben auch, die Mode, Tiere, die lästig sind - weil sie z. B. Junge bekommen, einfach auszusetzen.
Dieses Foto ist nicht besonders gut ausgefallen, aber ich konnte nicht näher hingehen, denn zu dem Zeitpunkt waren sie noch extrem scheu.
Dies ist der unterste im oberen Knäuel.
Wie ich heute erfahren habe, geht es ihnen jetzt allen gut und sie sind sehr lebendig.
Auch Kater W. war nicht gerne dort gesehen, wo er geboren worden ist. Aber er hat ja auf jeden Fall Glück gehabt. "Il padrone della casa", der Herr des Hauses, so könnte man das jetzt beschreiben.